19.2.17

Allí abajo Staffel 2

Hallo ihr Lieben!

¡Aupa y olé!

Heute schauen wir uns gemeinsam an, wie die Geschichte um Carmen und Iñaki in der Serie "Allí abajo" weitergeht.

Über die erste Staffel hatten wir bereits unter Allí abajo Staffel 1 berichtet. Nun gibt es seit ein paar Wochen die zweite Staffel auf Netflix España zu sehen. 

In der zweiten Staffel treffen wir die altbekannten Charaktere in gewohnter Umgebung wieder. Iñaki und Carmen sind seit kurzer Zeit zusammen und um die Heimat des Freundes kennenzulernen macht sich Carmen ins Baskenland auf. Dort ist sie mit vielen unbekannten Traditionen konfrontiert und hat es mit einer eifersüchtigen Nekane und Iñakis Mutter und Tante zu tun. 

Zurück in Sevilla lernen wir Carmens Vater Antonio kennen. Er ist ein echter Andalusier vom Lande und wird mit dem zukünftigen Schwiegersohn so gar nicht warm. 

In der zweiten Staffel geht es gerade gegen Mitte und Ende der Staffel kaum mehr um die kulturellen Unterschiede der beiden Protagonisten, sondern viel eher um die Schwierigkeiten, die die Figuren überwinden müssen. Trotzdem ist die 2. Staffel von Allí abajo sehr lustig und auch wieder ganz liebevoll gemacht. 

Leider gibt es die 2. Staffel (noch?) nicht auf Amazon Deutschland zu kaufen. Es gibt allerdings die Option sich die DVDs von Amazon Spanien nach Deutschland schicken zu lassen. Oder man besorgt sie sich beim nächsten Spanienurlaub bei der Bücherei um die Ecke 😉

Viel Spaß beim Anschauen!

Hier der offizielle Trailer zum reinschnuppern:


9.2.17

Santa Águeda - Die heilige Agatha

Hallo ihr Lieben!

Als deutscher Protestant in einem katholischen Land wie Spanien ist man doch immer wieder fasziniert von den allgegenwärtigen Heiligenverehrungen. So ging es mir zum Beispiel auch am Wochenende wieder. 


Coro (Chor) in der Altstadt Bilbaos
Laut baskischer Touristeninformation ist Santa Águeda (heilige Agatha) die Schutzheilige der Frauen und der Fruchtbarkeit. Was bei dieser Beschreibung fehlt ist die Geschichte dahinter und wie immer bei Märtyrinnen ist sie nicht sehr angenehm. 

Der Tag der Santa Águeda fällt theoretisch auf den 05. Februar. In den Dörfern und Städten treffen sich verschiedene Gruppen von Bekannten, Freunden und Familie, coros genannt, und ziehen am 04. Februar singend von Haus zu Haus oder von Straße zu Straße. 






Dabei tragen viele die traditionellen Trachten oder Txapela (Baskenmütze) und gleiche Halstücher. Zudem haben einige einen Stock dabei, mit dem am Ende eines Liedes oder rhythmisch während eines Liedes auf den Boden geklopft wird. Dieser Brauch stammt vermutlich noch aus der baskischen Mythologie und soll die Erde aus dem Winterschlaf wach klopfen.


Gruppe in Tracht



1.2.17

Das Bakenland - Land der Basken?

Hallo ihr Lieben!

Nun lebe ich schon fast ein halbes Jahr im Baskenland, genauer gesagt im Pais Vasco (spanischer Name des Bundeslands) bzw. Euskadi (baskischer Name), aber erst jetzt traue ich mich euch diese Region näher vorzustellen. Denn die Wahrheit ist: Ganz so einfach wie im Rest Spaniens ist es hier nicht. Und warum es nicht so einfach, aber trotzdem unheimlich interessant ist, versuche ich in verschiedenen Posts zu erklären.

Zunächst einmal ist der Name "Baskenland" (genau wie in der spanischen Version) irreführend. Denn ein Land der Basken gibt es als solches nicht. Wenn überhaupt einmal, dann hat es irgendwann mal im Mittelalter kurz existiert. Nichtsdestotrotz gehört die Vorstellung eines solchen Landes zur baskische Identität. Das Problem dabei ist einerseits, dass sich dieses imaginäre "Land der Basken" über zwei spanische Bundesstaaten (Pais Vasco und Navarra), aber auch  drei französisch-sprachige Regionen entlang der Pyrenäen erstreckt. Dieses "Land der Basken" nennt man Euskal Herria. Andererseits gibt es in Navarra sehr geteilte Meinungen darüber, ob man sich als Baske und/oder Spanier fühlt. Im Norden wird viel baskisch gesprochen, im Süden dagegen so gut wie gar nicht.

Die Karte der Euskal Herria kann man überall im Baskenland finden. Zum Beispiel tragen viele junge Basken eine Kette mit der Karte.


Kette mit der Karte der Euskal Herria und
Lauburu (keltisches Symbol, also bitte nicht mit einem
Hakenkreuz verwechseln)