18.6.17

Festival de las naciones - Vitoria-Gasteiz 2017

Hallo ihr Lieben!

In diesen Wochen ist die Welt zu Gast in Vitoria-Gasteiz. Neben internationalem Essen gibt es viele verschiedene Shows zu bewundern. 



Am deutschen Stand gibt es Paulaner, Bratwurst und Schweinshaxe zu kaufen.  Von der Dekoration also eher der bayrische Stand 😉





Sehr süß waren die baskischen Tänze, die wir euch hier zeigen möchten:





Wer also zufällig in der Stadt sein sollte findet im Programm viele spannende Veranstaltungengen: 
 
Vitoria-Gasteiz Festival de las naciones


2.6.17

Bilbaos Strände

Hallo ihr Lieben!

dass die heimliche Hauptstadt des Baskenlandes Bilbao immer eine Reise wert ist, muss ich sicher nicht extra betonen. Weniger bekannt als das Guggenheimmuseum oder die vielen Brücken im Zentrum sind allerdings die vielen kleinen Strände im Norden der Stadt.

Man erreicht sie bequem vom Zentrum aus mit der Metro. Vom Stadion San Mamés bis zur Endstation Plentzia (ca. 40 Minuten Fahrt) beispielsweise, kostet das Ticket nicht einmal 2€. 

Belohnt wird man dann mit tollen Stränden, Surfern und Joggern, die gut gelaunt ihren Hobbies nachgehen. Allgemein kann man sagen, dass die Basken echte Sport-Junkies sind. Selten trifft man einen 30 jährigen Basken, der nicht mindestens 4 verschiedene Sportarten betreibt.

Lasst euch also nicht vom kalten Wasser abschrecken und probiert wenigstens vorsichtig mit den Füßen die Temperatur aus. Eure Füße werden es euch sicher danken 😉

30.4.17

San Prudencio

Hallo ihr Lieben!

Die baskische Provinz Alava feiert im Moment ein verlängertes Wochenende dank ihres Schutzheiligen San Prudencio. 

Donnerstag Nacht ging es mit verschiedenen Gruppen los, die in Trachten und mit Musikkapellen durch die Straßen von Vitoria-Gasteiz (Hauptstadt von Alava und dem Baskenland) zogen. 

In der Altstadt auf der Plaza de la Provincia zeigten sie dann nochmal ihr Können vor großem Publikum.





Neben vielen kleinen Veranstaltungen ist die Prozession nach Armentia (Geburtsort des Heiligen), mit Wettbewerben in traditionellen baskischen Sportarten wie Baumstämme zerschlagen und Konzerten, das Highlight des Wochenendes. 





Kulinarisch wird auch einiges geboten in dieser Zeit. Neben dem Choripan (Chorizo-Wurst eingebacken in einem Brötchen) wird traditionell besonders viel Sidra getrunken (Apfelwein).




Bei schönem Wetter kommt dann ganz Vitoria auf der großen Wiese vor der Kirche in Armentia zusammen. Während Veranstaltungen wie diesen wird wieder einmal deutlich, wie traditionsbewusst die Basken sind. 


25.3.17

Deutsche im Ausland

Hallo ihr Lieben!

"Treffen sich zwei Deutsche im Ausland..." hört sich nach dem Anfang eines Witzes an. Tatsächlich sind wir Deutschen wohl die einzigen, die sich im Ausland eher aus dem Weg gehen. Je besser der jeweilige Deutsche die Landesprache lernen möchte, desto mehr verstärkt sich dieser Effekt meiner Erfahrung nach.

Ein Beispiel:

Nach 3 Monaten Praktikum in der Altstadt Toledos kannte ich mich ziemlich gut in seinen verwinkelten Gässchen aus. Eines schönen Nachmittages sah ich ein etwa 60-jähriges Ehepaar vor meinem Lieblingscafé stehen. Der Mann stand etwas genervt dreinblickend an der Seite, während seine Ehefrau in mehr als gebrochenem Spanisch versuchte einen Einheimischen nach dem Weg zu fragen. Dabei war ihr deutscher Akzent nicht zu überhören. Selbstverständlich wollte ich den beiden meine Hilfe anbieten. Also ging ich auf die Dame zu und fragte sie auf Deutsch, was sie denn suchen würde.
Einige Sekunden lang sah sie mich überrascht an. Kurz darauf runzelte sie die Stirn und sagte pampig in einem süddeutschen Akzent: "Wie sie sehen brauchen wir Ihre Hilfe nicht."
...
Was auch immer sie gesucht hatte, in diesem Moment wünschte ich mir, dass sie ihr Ziel nie erreichen würde.

Auch wenn dies ein eher extremes Beispiel ist, zeigt es doch eines deutlich: Der hochmotivierte Deutsche im Ausland ist nicht willens mit fremden Deutschen in Kontakt zu treten. Der Kontakt zu Einheimischen ist sein oberstes Ziel und wenn die nicht erreichbar sind oder die eigenen Sprachkentnisse doch noch nicht ausreichen, sucht er sich andere Ausländer um wenigstens sein Englisch zu verbessern.

Diese Art von Verhalten steht im krassen Gegensatz zu den meisten anderen Europäern im Ausland. Besonders Südeuropäer sind oft dankbar und glücklich, wenn sie einen Landsmann/ Landsfrau im Ausland treffen. Umso erstaunter reagieren sie auf die eher kühlen Reaktionen wenn Deutsche auf Deutsche treffen.

Umgekehrt freuen sich diejenigen Deutschen besonders über andere Deutsche im Ausland, die in dem jeweiligen Land schon längst angekommen sind, die Sprache beherrschen und nur noch wenig Kontakt zur alten Heimat haben.

Also nicht entmutigen lassen 😉



19.2.17

Allí abajo Staffel 2

Hallo ihr Lieben!

¡Aupa y olé!

Heute schauen wir uns gemeinsam an, wie die Geschichte um Carmen und Iñaki in der Serie "Allí abajo" weitergeht.

Über die erste Staffel hatten wir bereits unter Allí abajo Staffel 1 berichtet. Nun gibt es seit ein paar Wochen die zweite Staffel auf Netflix España zu sehen. 

In der zweiten Staffel treffen wir die altbekannten Charaktere in gewohnter Umgebung wieder. Iñaki und Carmen sind seit kurzer Zeit zusammen und um die Heimat des Freundes kennenzulernen macht sich Carmen ins Baskenland auf. Dort ist sie mit vielen unbekannten Traditionen konfrontiert und hat es mit einer eifersüchtigen Nekane und Iñakis Mutter und Tante zu tun. 

Zurück in Sevilla lernen wir Carmens Vater Antonio kennen. Er ist ein echter Andalusier vom Lande und wird mit dem zukünftigen Schwiegersohn so gar nicht warm. 

In der zweiten Staffel geht es gerade gegen Mitte und Ende der Staffel kaum mehr um die kulturellen Unterschiede der beiden Protagonisten, sondern viel eher um die Schwierigkeiten, die die Figuren überwinden müssen. Trotzdem ist die 2. Staffel von Allí abajo sehr lustig und auch wieder ganz liebevoll gemacht. 

Leider gibt es die 2. Staffel (noch?) nicht auf Amazon Deutschland zu kaufen. Es gibt allerdings die Option sich die DVDs von Amazon Spanien nach Deutschland schicken zu lassen. Oder man besorgt sie sich beim nächsten Spanienurlaub bei der Bücherei um die Ecke 😉

Viel Spaß beim Anschauen!

Hier der offizielle Trailer zum reinschnuppern:


9.2.17

Santa Águeda - Die heilige Agatha

Hallo ihr Lieben!

Als deutscher Protestant in einem katholischen Land wie Spanien ist man doch immer wieder fasziniert von den allgegenwärtigen Heiligenverehrungen. So ging es mir zum Beispiel auch am Wochenende wieder. 


Coro (Chor) in der Altstadt Bilbaos
Laut baskischer Touristeninformation ist Santa Águeda (heilige Agatha) die Schutzheilige der Frauen und der Fruchtbarkeit. Was bei dieser Beschreibung fehlt ist die Geschichte dahinter und wie immer bei Märtyrinnen ist sie nicht sehr angenehm. 

Der Tag der Santa Águeda fällt theoretisch auf den 05. Februar. In den Dörfern und Städten treffen sich verschiedene Gruppen von Bekannten, Freunden und Familie, coros genannt, und ziehen am 04. Februar singend von Haus zu Haus oder von Straße zu Straße. 






Dabei tragen viele die traditionellen Trachten oder Txapela (Baskenmütze) und gleiche Halstücher. Zudem haben einige einen Stock dabei, mit dem am Ende eines Liedes oder rhythmisch während eines Liedes auf den Boden geklopft wird. Dieser Brauch stammt vermutlich noch aus der baskischen Mythologie und soll die Erde aus dem Winterschlaf wach klopfen.


Gruppe in Tracht



1.2.17

Das Bakenland - Land der Basken?

Hallo ihr Lieben!

Nun lebe ich schon fast ein halbes Jahr im Baskenland, genauer gesagt im Pais Vasco (spanischer Name des Bundeslands) bzw. Euskadi (baskischer Name), aber erst jetzt traue ich mich euch diese Region näher vorzustellen. Denn die Wahrheit ist: Ganz so einfach wie im Rest Spaniens ist es hier nicht. Und warum es nicht so einfach, aber trotzdem unheimlich interessant ist, versuche ich in verschiedenen Posts zu erklären.

Zunächst einmal ist der Name "Baskenland" (genau wie in der spanischen Version) irreführend. Denn ein Land der Basken gibt es als solches nicht. Wenn überhaupt einmal, dann hat es irgendwann mal im Mittelalter kurz existiert. Nichtsdestotrotz gehört die Vorstellung eines solchen Landes zur baskische Identität. Das Problem dabei ist einerseits, dass sich dieses imaginäre "Land der Basken" über zwei spanische Bundesstaaten (Pais Vasco und Navarra), aber auch  drei französisch-sprachige Regionen entlang der Pyrenäen erstreckt. Dieses "Land der Basken" nennt man Euskal Herria. Andererseits gibt es in Navarra sehr geteilte Meinungen darüber, ob man sich als Baske und/oder Spanier fühlt. Im Norden wird viel baskisch gesprochen, im Süden dagegen so gut wie gar nicht.

Die Karte der Euskal Herria kann man überall im Baskenland finden. Zum Beispiel tragen viele junge Basken eine Kette mit der Karte.


Kette mit der Karte der Euskal Herria und
Lauburu (keltisches Symbol, also bitte nicht mit einem
Hakenkreuz verwechseln)