14.11.17

Der Bosque de Oma

Hallo ihr Lieben!

dieses Wochenende hatten wir mehr als Glück mit dem Wetter, denn es hat zur Abwechslung mal nicht geregnet. Das muss man doch ausnutzen, dachte ich mir und bin mit Freunden zu einem Ort gefahren, der mir schon vor geraumer Zeit ans Herz gelegt worden ist: dem Bosque de Oma!

Dieser Wald liegt ca. 40 Minuten nordöstlich von Bilbao, ganz in der Nähe von Guernica. 




Als Norddeutscher ist man die Schleichwege durch die Berge leider nicht gewöhnt und mein Magen war es noch weniger. Zum Glück entschädigten mich die tolle Aussicht und die herrliche Luft als wir im kleinen Viertel Oma des Ortes Kortezubi ankamen.




Wir hatten Glück, denn noch gab es reichlich Parkplätze an dem schönen Restaurant Lezika. Von dort aus folgt man am besten einfach immer der Beschilderung.

Zwischenzeitlich ist der Anstieg nicht ganz einfach, denn der letzte Teil geht relativ steil bergauf. Trotzdem lohnt es sich auf jeden Fall, denn die Aussicht ist wunderschön.





Der letzte Teil mit den bemalten Baumstämmen ist jedoch das absolute Highlight! Die verschiedenen Themen erschuf der Künstler Augustin Ibarrola ab dem Jahr 1982 bis 1985.




Ein absolut magischer Ort!




Einziger Wermutstropfen: Leider haben wir die Höhlen von Santimamiñe nicht besuchen können, weil dort keine Hunde erlaubt waren.
Naja, ein anderes Mal 😊

11.11.17

Merienda - Spaniens Kaffeezeit?

Hallo ihr Lieben,

in England gibt es während der teatime ungefähr um 16:00 Uhr Tee und kleine belegte Häppchen. Zur gleichen Zeit rufen in vielen deutschen Haushalten die Mütter ihre Familie zum Kaffee, selbst wenn niemand tatsächlich Kaffee trinkt. Dazu gibt es dann ein Stück Kuchen oder Kekse. 

In Spanien gibt es die merienda. Darauf angesprochen, wann man die merienda hierzulande einnimmt, schauen einen die Leute ersteinmal verwirrt an. Die merienda ist eine Erfindung für Kinder, um die (oft sehr lange) Zeit zwischen der Schule und dem Abendessen zu überbrücken. Da das Mittagessen meist erst um 15:00 Uhr beginnt und das Abendessen keine richtig feste Uhrzeit hat (dazu mehr in einem späteren Blogartikel), ist auch die Zeit der merienda flexibel.



In der merienda trinken die Kinder oft einen Kakao und essen etwas Süßes, manchmal auch etwas Herzhaftes. Allgemein besitzt die merienda keinen sehr festen Platz im spanischen Alltag, schon gar nicht bei den Erwachsenen.

Stattdessen treffen diese sich oft in der Mittagspause zum tapas/pintxos essen in der Bar um die Ecke. Traditionell sind die Mittagspausen der Spanier länger als die der Deutschen. Heutzutage kann man das jedoch nicht mehr so generalisierend sagen. Das ganze hängt stark von dem jeweiligen Arbeitsplatz ab. Bei Bürojobs beträgt die Pause wie in Deutschland oft eine Stunde. Im Einzelhandel wird aber immer noch die Siesta von 14:00 bis 17:00 Uhr gemacht (allerdings nicht bei Supermärkten oder größeren Ketten).

Also Achtung: Immer dran denken alles vormittags oder nach 17:00 Uhr zu erledigen 😉

31.10.17

Spezial: Día de Muertos - Der Tag der Toten in Mexiko

Hallo ihr Lieben!

Zu Ehren des 31.10 gibt es heute mal eine Spezialausgabe von ¡Alles klar, quillo! 
Das Thema lautet Día de Muertos, also auf Deutsch "Tag der Toten". Dieser wird natürlich in Mexiko gefeiert und ist in den letzten Jahren immer populärer geworden. Aber was steckt dahinter?

Während in Deutschland die Protestanten den Reformationstag am 31. Oktober "feiern" (leider kein offizieller Feiertag), begehen die Katholiken in Spanien und Deutschland wenigstens Allerheiligen/Todos los Santos. Dieser Tag ist den Verstorbenen gewidmet.

So auch in Mexiko, nur viel pompöser, bunter, süßer und mit Schminke. Am Día de Muertos fließt der indigene Glaube der mexikanischen Ureinwohner (besonders aus der Region um Michoacán) zusammen mit dem Katholizismus der Spanier, sowie der Figur der Catrina die während der mexikanischen Revolution erfunden wurde.

Aus dieser Mischung entstanden mit der Zeit die vielen Elemente dieser Tradition. Zum einen werden Altäre für die Verstorbenen errichtet. Sie werden mit Tüchern, einem Foto der Person, der Flor de Muertos (Totenblume - deutscher Name: aufrechte Studentenblume) oder auch geliebten Gegenständen des Toten dekoriert. Der Glaube ist, dass in dieser Nacht, die Toten zu ihren Familien zurückkehren.


Foto: Alex

Des Weiteren gibt es viele Süßigkeiten, von dem besonders das Pan de Muertos (Brot der Toten) zu erwähnen ist. Dieses Brot ist entgegen seinem Namen jedoch für die Lebenden und hat die Form eines Totenkopfes.

Die allgegenwärtige Catrina ist ein weibliches Skelett, das während der mexikanischen Revolution als Karikatur erfunden wurde, um die Missstände in Mexiko anzuprangern. Allerdings hat die Catrina inzwischen so sehr die Herzen der Mexikaner erobert, dass sie fast schon als Erkennungszeichen für Mexiko steht. 
Heutzutage gibt es ganze Paraden, in denen sich Frauen und Mädchen als Catrinas verkleiden.


Foto: Alex

Foto: Alex

Fazit: Halloween ist out, ¡el día de muertos es más chido! 😜


La Rioja - Mehr als nur eine Weinregion

Hallo ihr Lieben!

Eine meiner Lieblingseigenschaften der (Nord-) Spanier ist, dass sie immer einen Grund finden um sich zum Essen und gemütlichen Beisammensein zu treffen! 

Am Sonntag war es mal wieder so weit. Der Anlass: Gemeinsames Kochen als Preis der IgersGasteiz und Junguito Weine nach der Weinlese. Tatsächlich haben wir am Ende fantastisch gegessen, viele Fotos gemacht, aber gekocht haben wir so gut wie gar nicht. Trotzdem war es mal wieder ein rundum gelungener Tag inklusive kleiner Exkursion.







Bei dem kleinen Ausflug fiel mir erneut auf, wie wunderschön doch die Rioja ist. Besonders jetzt wo sich die Blätter der Weinreben gelb und rot färben. Doch hat die Rioja noch mehr zu bieten, als den Wein.

Aber am besten schaut ihr euch die Bilder einfach mal an und entscheidet selbst 😉








Interessante Formation genannt die Muscheln (Conchas)

Der heilige San Felices



17.10.17

Vitorias Museen - Teil 1 für Geschichtsfans

Hallo ihr Lieben!

Was schaut man sich als erstes an, wenn man als Tourist in einer neuen Stadt ist? - Die Museen. Leider gibt es zur schönen Hauptstadt des Baskenlandes Vitoria-Gasteiz noch keine Reiseführer auf Deutsch, weshalb ich hier diese Lücke füllen möchte.

Virgen Blanca Platz bei Nacht

Vitoria bietet Touristen wie Einheimischen sechs verschiedene Museen, von denen die meisten gratis sind (!!!)

Für Geschichtsinteressierte sind besonders das Waffenmuseum, sowie das BIBAT mit seinem Museum der Archäologie in der Region und seiner Geschichte, sowie dem Fournier Spielkartenmuseum interessant.

Auch wenn das Waffenmuseum relativ klein ist, so lohnt sich ein Besuch doch allemal. Die Waffen sind hier chronologisch angeordnet, sodass der Besucher eine Zeitreise macht und sieht, wie sich die "Waffenkunst" mit der Zeit verändert hat. Ein zentraler Teil der Ausstellung ist der Schlacht gegen die napoleonischen Truppen gewidmet, an die auch die Säule auf dem Virgen Blanca Platz erinnert.

Säule links und Kirche San Miguel im Hintergrund


Absolutes Highlight ist jedoch das BIBAT, dass gleich zwei Museen beherbergt. Zunächst den archäologischen Teil über die Geschichte Alavas mit verschiedensten Artefakten aus den jeweiligen Epochen.

Grabstein aus der Zeit der Römer
Jakobsmuscheln aus dem 15. JH an dem
sich die Pilger des Jakobsweges noch
 heute erkennen

Doch am tollsten ist das Fournier Spielkarten Museum! Hier lernt man nicht nur, wie die Karten hergestellt wurden und werden, sondern der ehemalige Palast, in dem das Museum beherbergt ist, zeigt auch eine der umfangreichsten Sammlungen an Spielkarten der ganzen Welt! Aber ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Schaut es euch am besten selbst an 😉




Für eine kleine Entdeckungstour von Zuhause aus gibt es die Seite vom Tourismusbüro Alava über dessen Website ihr einen digitalen Gang durch die Museen machen könnt. Leider ist diese Seite nur auf Spanisch und Baskisch aufrufbar. Aber schaut trotzdem rein, auch wenn ihr nicht so fit im Spanischen seid, denn die Bilder lohnen sich auf jeden Fall!

7.10.17

San Juan de Gaztelugatxe - Unsagbarer Name, unsagbar schön

Hallo ihr Lieben!

Heute war ich in San Juan de Gaztelugatxe (baskisch für: gefährliche Burg/Schloss). So schwer der Name auch auszusprechen ist, so unfassbar schön ist diese Insel an der baskischen Küste mit seiner kleinen Kirche am höchsten Punkt. Ca. 240 Stufen führen den Abenteurer über eine von Menschenhand erbaute Brücke, die das Festland mit der Insel Gaztelugatxe verbindet und ihn dann schlangenförmig am Berg hinauf zum höchsten Punkt bringen.


Typisches Wetter mit Nebel und Regen, passte trotzdem
 perfekt zu der Atmosphäre des Ortes
Besonders bekannt gemacht hat diesen kleinen Schatz im Norden Spaniens die HBO-Serie Games of Thrones. Das merken dann nicht nur die Einheimischen, die sich wundern, dass vor 5 Jahren noch nicht so viele Besucher hier waren und die Parkplätze plötzlich knapp sind. Auch als Zugezogener merkt man spätestens an den Reisegruppen, die mit Plastikschwertern bewaffnet anreisen, dass Games of Thrones eine tolle Werbung war.



San Juan liegt in der Nähe von Bermeo und kann am besten mit einem Auto erreicht werden. Egal während welcher Jahreszeit man sich auf den Weg macht, man sollte unbedingt festes Schuhwerk, Wasser und etwas kleines zu Essen mitnehmen. Auch wenn die Entfernung vom Parkplatz zum Fuße der Brücke nur einen Kilometer beträgt, ist der Abstieg steil und uneben. Wenn es geregnet hat, ist er besonders schwer. Nichtsdestotrotz habe ich heute eine mutige Frau dabei beobachten können, wie sie den Abstieg mit Highheels versuchte zu bewältigen (liegt irgendwo zwischen Heldenmut und Wahnsinn).



Das erste Mal wurde San Juan de Gaztelugatxe im Jahre 1053 in einer Schenkung schriftlich erwähnt. Zeitweise ließen sich sogar die Tempelritter hier nieder. Zudem wurde die kleine Kirche in ihrer wechselvollen Geschichte zahlreiche Male ausgeplündert. Prominentester Plünderer war Francis Drake. 



Die kleine Kirche am Gipfel der Insel


Wenn euch der Ort genauso fasziniert wie mich und ihr ein paar Tipps und Infos sucht empfehle ich die Website Euskoguide. Das ist ein gutgemachter baskischer Online-Reiseführer, den es auch in der deutschen Übersetzung gibt. Also worauf wartet ihr 😉




Wenn ihr denkt, dass San Juan auf den Fotos schon toll aussieht, kann ich euch versichern, dass es dort in Wirklichkeit noch drei mal so faszinierend ist. 



30.9.17

Ein Blick hinter die Kulissen der Rioja-Weine

Hallo ihr Lieben!

Das fantastische Instagram-Team von IgersGasteiz rief letztes Wochenende zu einem weiteren seiner Events auf.

Im Mai gab es noch eine Tour durch die Altstadt von Vitoria-Gasteiz und seine wunderschönen Wandgemälde, sowie einen Besuch bei einer stadtbekannten Sociedad (Gruppe, die zusammen kocht und feiert, sehr beliebt im Baskenland. In San Sebastian gibt es sogar solche, in denen keine Frauen erlaubt sind und nur die Männer kochen). Hier zwei meiner Lieblingsfotos von den Wandgemälden:



"Hand in Hand" auf Baskisch

Mehr davon auf unserer Instagram-Seite Insta Quillo


Diesmal brachten uns die IgersGasteiz zur Weinlese (spanisch: vendimia) ins Bundesland La Rioja. Unter dem Motto #IgersGasteizVendimia ging es am früh Samstagmorgen von Vitoria aus los. 

Kaum angekommen erwartete uns ein fachkundiger Reiseführer: Der Inhaber von JUNGUITU – Museo del Vino del Portal de La Rioja lies für uns seine Kontakte spielen und brachte die ca. 25 Instagramer zu den Bodegas Lecea, in denen wir eine Führung durch die Weinkeller bekamen, die teilweise aus dem 16. Jahrhundert stammen.


Ab in die Tiefe!

Aufmerksame Instgramer


Vorführung der Weinpresse



Im Anschluss ging es in die Weinberge, um die Trauben und die Weinlese hautnah zu erleben. 






Harte Arbeit!!


Neben diesen Erlebnissen, sahen wir einige wunderschöne Orte und alles in allem war es ein perfekter Tag!









Hoffentlich machen euch die Bilder neugierig auf eine tolle Region, die für fantastische Weine steht!